Das Dilemma der Schweiz während dem Zweiten Weltkrieg

Erforschen der kollektiven Überlebensstrukturen und was darunter liegt.

Hybrid | German

Was werden wir in diesem Lab erforschen?

Nach dem schnellen Sieg Deutschlands über Frankreich 1940 war die Schweiz vollständig von NS-Deutschland und dem faschistischen Italien umgeben. Sie suchte ihre Unversehrtheit und Neutralität durch Diplomatie, wirtschaftliche Kooperation und militärische Bereitschaft zu sichern. Allerdings blieb sie von deutschen Rohstoffen abhängig und unter politischem Druck. Sie bot humanitäre Hilfe, wies aber auch Flüchtlinge ab, auch jüdische. Schweizer Banken profitierten von Raubgold und der Handel mit dem NS-Regime stärkte dessen Kriegsführung. In einigen Kreisen gab es grosse Sympathien für NS-Ideen.

Wer ist zur Teilnahme eingeladen?

Angesprochen sind in der Schweiz geborene Menschen, sowie Menschen, welche eine nahe Beziehung zur Schweiz haben. Sei dies, weil sie längere Zeit in der Schweiz leben, gelebt haben oder sich energetisch/seelisch mit der Schweiz verbunden fühlen. Wichtig ist, dass alle Teilnehmer:innen Schweizerdeutsch verstehen bzw. bereit sind, sich darauf einzulassen. Schweizerdeutsch zu sprechen ist nicht notwendig. Die Motivation, das Thema auf persönlicher, familiärer und kollektiver Ebene zu erkunden sowie an möglichst vielen Treffen teilzunehmen, ist erforderlich.

Mehr über die Reise des Labs

Das Lab basiert auf den sechs Kernphasen des Prozesses für Kollektive Trauma Integration (CTIP) und kombiniert Online-Treffen mit einem dreitätigen persönlichen Treffen. Dieses findet in einem Seminarzentrum in Flüeli-Ranft statt. Das ist der Ort, an dem der Schweizer Nationalheilige, Niklaus von Flüe, im Spätmittelalter gewirkt hat. Kern des Labs bildet das persönliche Treffen. Im Lab werden wir die Situation der Schweiz während dem 2. Weltkrieg im Spannungsfeld zwischen Neutralität, Angst und Kollaboration erforschen und bezeugen.

Wann werden wir uns treffen?

Online-Treffen jeweils donnerstags von 19:00 bis 21:30 Uhr am 30.04., 21.05., 11.06., 16.07. und 24.09.2026 / Persönliches Treffen: Fr. 03.07. 14 Uhr bis So. 05.07. 15 Uhr; Ort: zentrumRANFT, Flüeli-Ranft bei Sachseln; Unterkunft und Essen: zwischen CHF 190 (Zelt/Bus) / CHF 275 und CHF 315 (DZ/EZ); Raumkosten: max. CHF 50 (je nach Anzahl Teilnehmer:innen); Buchung erst nach Zusage zur Lab-Teilnahme durch das Pocket Project möglich.