What did we explore in this Lab?

Die Corona-Zeit hat Spuren in unserem Leben hinterlassen, im gesellschaftlichen wie im inneren. Die extreme Polarisierung schien damals unüberbrückbar - wohl auch deswegen, weil sie in vielen Menschen starke Angst hervorgerufen hat - und in unsicheren Zeiten beziehen wir gerne feste Positionen, weil sie sich sicherer anfühlen. Gleich mehrere "alte Ängste" waren aufgerufen - die Angst vor Krankheit und Tod, die Angst, an jemand anderes Krankheit schuld zu sein, aber auch die Angst, seine wirtschaftliche Existenz zu verlieren oder in den demokratischen Grundrechten eingeschränkt zu werden. Mit diesen und ähnlichen Themen wird uns die Aufarbeitung konfrontieren.

Who was invited to participate?

Wir laden Menschen ein, denen es wie uns ein Anliegen ist, nochmal auf die Ereignisse in der Corona-Zeit und auf das, was sie ausgelöst haben, zu schauen - und die bereit sind, tiefer zu tauchen und die Bedürfnisse, Ängste und Verletzungen hinter den festen Positionen, hinter dem "richtig" und "falsch" zu erforschen. Wir laden ausdrücklich Menschen aus allen "Lagern" ein, in die die Gesellschaft in dieser Zeit gespalten war, z.B. Geimpfte und Ungeimpfte, Maßnahmenbefürworter und -Kritiker, und auch die vielen Facetten, die nicht in den Schlagzeilen aufgetaucht sind.<br />

More about the journey of the Lab:

Wir orientieren uns an den 6 Phasen des Collective Trauma Integration Process nach Thomas Hübl: 1 Sich verbinden und Ressourcen für den Prozess schaffen, 2 Das Terrain erkunden, 3 Ein Gefäß/Kanal werden, 4 Ins Feld lauschen, individuelle und kollektive Stimmen hören, 5 Integrieren und wiederherstellen, 6 Bezeugen und Reflektieren des Prozesses. In lebendigen Prozessen überlappen sich diese Phasen und werden nicht immer ordentlich hintereinander auftauchen. Wir starteten mit einer Gruppe von 45 Teilnehmenden und beendeten den Prozess mit 42 Teilnehmenden. Zwischen Februar und Dezember 2024 trafen wir uns zu insgesamt 10 Gruppensitzungen.<br />

Stages of our Progress as a Group

Synchronising & Resourcing
Synchronising & Resourcing

Wir haben am Anfang geklärt:
Intention des Labs geklärt (z.B. selbstverantwortliche Teilnahme, keine Traumatherapie). Im Folgenden wurde in Triaden die Intention der TN abgefragt.
Commitment, an allen Treffen teilzunehmen, eingeholt.
Zustimmung zum vertraulichen Umgang mit den hier auftauchenden Informationen und Prozessen abgefragt.
Einladung zu Ansprechbarkeit und Bereitschaft, die eigene Position zu hinterfragen. Wir beabsichtigen, in Kontakt zu bleiben in angespannten Situationen.

Einführung der Basiskompetenzen (Ressourcen) für einen kollektiven Traumaprozess:
Selbstwahrnehmung, 3sync, Selbstregulation, Coregulation. Zuhören und Lauschen. Sich Einstimmen. Fühlen des Gruppenkörpers. Langsamkeit.
Im Laufe der ersten Treffen auch immer wieder kleine Übungen zu einzelnen von diesen Praktiken, z.B. somatisches Zuhören (ganzer Körper lauscht), I feel you feeling me, und Austausch/Reflexion dazu.
Start der Treffen immer mit Self-Check und Wahrnehmen der Gruppe.

Bilden von Triaden, die sich zwischen unseren Meetings treffen. Leitlinien zu Triaden vom Pocket Project. Immer wieder Mitteilen, wo wir begleitet und Raum gehalten haben und dafür gesorgt, dass an wesentlichen Stellen verlangsamt wurde.

Ansprechen, wie es den Teilnehmenden mit dem ZOOM-Format geht, Austausch.

Hinweis auf die Bedeutung von begleitender spiritueller Praxis als Ressource für die eigene Stabilität und die Kompetenz, zu bezeugen, sowie für die Bildung eines stabilen Gruppengefäßes.

Meeting the Collective Trauma Landscape
Meeting the Collective Trauma Landscape

Einstieg ins Thema mit einer langsam vorgelesenen Zeitreise durch die Corona-Zeit mit markanten Ereignissen in dieser Zeit. Parallel dazu schreiben die Teilnehmer auf, was bei ihnen dazu auftaucht. Danach Austausch in Triaden: Was waren für euch in dieser Zeit wichtige, einschneidende Punkte/Phasen/Erlebnisse.
Einsammeln des Wesentlichen im großen Kreis und im Chat. Die Themen aus dem Chat kondensieren wir zusammen in Themenbereiche. Im nächsten Treffen ordnen sich die TN den für sie essentiellen Kleingruppen zu. Hier eintauchen in die eigene Erfahrung mit dem Thema, z.B. über Trigger als Einstiegstor.

Themenbereiche:
Demokratie / Rechtsstaat
Staatliche Maßnahmen / Eingriffe / Impfpflicht
Allein Sein / in der Minderheit sein / Freunde verlieren
Medien / Meinungsfreiheit / Manipulation
Gesellschaftliche Polarisierung / Dynamiken
Kollektive (frühere) Themen / »Rechts/AfD/Nazis«
Kinder / Jugendliche
Altenheim / Pflege / Krankenhaus
Angst / Angst um andere
Moralische Dilemmata / Was ist richtig, was falsch? / eigenes Standing
Finanzielle / Existenzangst
Eigene Verantwortung
Mitgefühl für Politik
Kultur des Sterbens
Materialismus

Danach wieder Einsammeln im Großen und am Schluss im Chat. Mögliche nächste Themen: Angst vor dem Auftauchen/zu sich selbst stehen. Mitläufer sein. Wie kann das sein?? DDR, Stasi. Was ist, wenn alle traumatisiert sind?

Exploring Individual & Collective Conditioning
Exploring Individual & Collective Conditioning

Durch die thematischen Kleingruppen (siehe Phase 2) und die Mitteilungen im Großen im Anschluss sind die meisten TN mit der eigenen Erfahrung und dem verletzten oder traumatischen Teil in sich in Berührung gekommen, der in der Corona Zeit aktiviert wurde. Danach mussten wir nur den Raum halten, und die Dinge sind aufgetaucht bzw. jeweils durch Beiträge anderer angestoßen worden. Da der persönliche Bezug zu diesem Trauma-Feld in allen Teilnehmern noch sehr lebendig und leicht abrufbar war, war der Bezug sozusagen selbst-evident. Die Fragestellung war eher, wie die TN von festen Positionen und Triggern hin zu gefühlter innerer Erfahrung geleitet werden können. Hilfreich war hierbei eingestimmtes Zuhören und Hinweise, zum eigenen Erleben zurückzukehren. Eine in vielen noch aktive Angst, mit der eigenen Erfahrung aufzutauchen, hat bewirkt, dass relativ “einfache” outings wie z.B. “ich bin ungeimpft” für einige TN lange nicht möglich waren.
Die Frage, wie dieses Traumafeld die sozialen und kulturellen Verhältnisse geprägt hat, ist im Fall von Corona so nicht zu beantworten, weil es ja in der Gegenwart stattfand und nicht in der Ahnenlinie.

Listening to Ancestral Roots & Voices from the Field
Listening to Ancestral Roots & Voices from the Field

Letzteres war auch eine Herausforderung in dieser 4. Phase. Wir haben mit der Frage begonnen, welche Auswirkungen die Corona-Zeit auf das eigene Familiensystem hatte. Im nächsten Schritt sind wir tiefer durch eine daraufhin ausgerichtete Meditation eingetaucht. Zudem war hilfreich, dass alle TN eine Zeichnung ihres Familiensystems erstellt und in Triaden erläutert haben.
Die Bezüge zu den Ahnenlinien und den Traumata, die in der aktuellen Trauma-Situation aktiviert wurden, sind eher punktuell aufgetaucht. Bezüge, die aufkamen, waren Mitläufertum und Schweigen in Stasi- und Nazisystemen.
An dieser Stelle entstand eine heiße Polarisierung/Konfrontation: Ein Mitarbeiter eines Gesundheitsamtes und eine vom Gesundheitsamt in der Zeit gemaßregelte Ärztin “standen sich gegenüber” und sprachen Ihre »Wahrheiten« sehr direkt und ehrlich aus. Sie waren stellvertretend für das kollektive Dilemma (voices from the field) und haben dadurch eine ganze Kette von Reaktionen und starken Gefühlen aufgewühlt. Leider hatten wir nach diesem energetischen Höhepunkt eine zweimonatige Sommerpause, wodurch wir nicht in der Lage waren, dieses Themenfeld zu vertiefen. Nach zwei Monaten war die Energie verflacht. Diese Pause hat sich im Nachhinein als Einschnitt und auch als Fehlplanung von unserer Seite herausgestellt.

Integrating & Restoring
Integrating & Restoring

Für die Teilnehmenden war es zunächst nicht einfach, zwischen Integration und Wiederherstellung zu unterscheiden. Von Moderationsseite wurde zum ersten Mal auch der Täterblickpunkt eingeführt und die Frage nach Opfer-, wie Täterschaft gestellt. Einige Teilnehmenden erkannten und fanden beide Blickpunkt in sich, teilweise recht vermengt. Und konnten Verantwortung für eigene Übertretungen übernehmen, andere verharrten teilweise recht unversöhnlich in der Haltung, dass Ihnen Unrecht angetan wurde, dass gesehen werden müsse. Manche konnten den Unterschied zwischen einem jungen Platz und seinem unstillbaren Verlangen nach gesehen werden müssen und einem erwachsenen Platz unterscheiden.

Wie könnte ein Restaurationsprozess in der Gesellschaft idealtypisch ablaufen?
Eigenen Schmerz integrieren
Eigene Täterschaft / Unintegrität klären, es kann sehr unterschiedliche Täterschaften geben (also zum Beispiel auch wie oft habe ich gelogen, Impfpässe gekauft, Tests gefaked, nicht gesprochen, mitgeschwommen)
Ethische Übertretungen im Feld, der Gesellschaft benennen (es braucht ZUVOR eigene Klärung, sonst wird sich an dieser Stelle a. und b. immer hineinmischen und eine Linse vorschalten)
Die andere(n) Seiten hören
Dadurch entsteht eine Sortierung, Projektionen lösen sich auf
Owning the transgression – emergenter Prozess, kann nicht »gemacht werden«
Wiedergutmachungen, (rechtliche) Konsequenzen – immer individuell und sind in die Geschichte selbst eingeschrieben. Für Restauration braucht es

Transforming & Meta-learning
Transforming & Meta-learning

Zum Ende des Labs berichteten auch einige Teilnehmende, dass sie nach wie vor in Ihrer Unversöhnlichkeit und Verbitterung speziell gegenüber staatlichen Autoritäten oder Institutionen hingen, auch wenn sie sich im sozialen gestärkt fühlten.

Es entstanden keine übergreifenden neuen Konzepte, aber verschiedene kleine Initiativen, wie man als einzelner Bürger oder kleine Gruppen in so einer gesellschaftlich schwierigen Situation ihre eigenen Ressourcen für Bewusstseinsbildung und für konkrete Veränderungen im eigenen Umfeld nutzen kann. Dies entstand durch die gemeinsamen Prozesse und den daraus entstandenen Rückenwind im Lab.

Viele erwähnten, dass sie durch das Lab mehr Mut und Raum erhielten, mit anders Gesinnten fruchtbare Gespräche über die Coronazeit zu führen.

Einige berichteten, dass sie einen Schritt aus ihrer Verstummung heraus gemacht haben, Ihre Stimme wiedergefunden und Mut gefasst haben, in Ihrem sozialen Kontext wieder aufzutauchen.

  • synchronising_resourcing
  • collective_trauma_landscape
  • collective_conditioning
  • ancestral_roots
  • integrating_restoring
  • transforming_learning

Moments of Challenge

  • Zu Beginn gab es die Frage, wie ein Safe Space entstehen kann, und wir waren in der Leitung noch unsicherer, was sich auf die Sicherheit des Raumes auswirkte (Zirkelbezug). Das hing auch mit dem für uns neuen Onlineformat zusammen und der erst wachsenden Fähigkeit, dort intime Beziehungen aufzubauen
  • Eine Sommerpause (2 Monate) folgte auf den dichtesten Punkt des Prozesses – verkörpert durch zwei Personen: Mitarbeiter eines Gesundheitsamts (staatlich) und einer Ärztin, die nicht impfen wollte und Angst vor Praxisschließung hatte. Der Prozess lief teils selbstorganisiert außerhalb des Labs weiter
  • Wir konnten nach dem Sommer nicht an die Tiefe vor der Pause anschließen, da wir die noch losen energetischen Zusammenhänge nicht voll ansprechen und integrieren konnten.
  • Der zehnmonatige Prozess mit monatlich 2,5 Stunden erzielte eine nachhaltige Wirkung. Dennoch konnten wir nicht tief genug in die Themen eintauchen. Auch die vorgegebene Zeit in den Break-Out Triaden war oft für tiefere Prozesse zu kurz.
  • Wir entschieden in der Facilitation eher mit 8-10 Leuten pro Session arbeiten und nicht mit 2-3 Menschen, um mehr Teilnehmende sprechen zu lassen, was teilweise auf Kosten der Tiefe ging.
  • In der zweiten Hälfte des Jahres waren wir als Facilitatoren nicht mehr so genau in unserem gegenseitigen Feedbackprozess (aus dem Gefühl »es läuft ja gut« heraus), Das wirkte sich dann auch subtil in Ungenauigkeiten in den Labs aus.

Moments of Grace

  • Umgang mit »schwierigen Teilnehmern« und dem Realisieren, dass unser liebevolles Einstimmen und unsere echte Akzeptanz sich unmittelbar auf das Verhalten der »schwierigen Teilnehmer« auswirkten, ohne dass andere Interventionen über die Veränderung unserer inneren Haltung hinaus notwendig waren.
  • Erkenntnisse in den präzisen Feedbacks und Nachbesprechungen vor allem im ersten Halbjahr und den subtilen Veränderungen, die sich unmittelbar auf die Intimität der jeweils nächsten Session auswirkten.
  • Eigenverantwortung und Selbstorganisationskraft der betroffenen Teilnehmenden in der Sommerpause und einem Zirkel von unterstützenden Menschen um sie herum.
  • Synchronizität der Arbeit in unserem Lab und der zunehmenden gesellschaftlichen Stimmen, die Aufarbeitung forderten und einem damit einhergehenden Gefühl der Selbstwirksamkeit.
  • Eingestimmte, kokreative Teamleitung, bei der beide selbstverantwortlich agierten, realistische Selbsteinschätzungen hatten und viel (teilweise komplementäre) Erfahrung mitbrachten. Das führte zu gemeinsamer Freude bei der Erkundung subtiler Effekte unserer inneren Bewegungen auf den Raum des Labs.
  • Das Erleben, dass sich bei den 6 bzw. 12 Stufen der CTIP-Grafik der jeweils nächste Stufe ganz organisch sichtbar wurde, nachdem die vorherige Stufe zumindest teilweise durchdrungen war. Das waren meist sehr emergente Prozesse - das hat unser Vertrauen in den theoretischen Background gestärkt.

Insights

  • Auch im Vertrauensraum taucht die Minderheit schwer auf. Unser Lab hatte einen gewissen Bias, da mehr Menschen teilnahmen, die ggü den Coronamaßnahmen kritisch waren und weniger, die damit einverstanden waren. Befürworter der Maßnahmen äußerten sich erst spät und fühlten sich teils unwillkommen.
  • Es war (in abgeschwächter Weise) eine ähnliche – umgedrehte – Erfahrung, wie sie während der Coronazeit von vielen Maßnahmen-Gegnern erlebt wurde. Das ist eine wichtige Information für weitere Traumaprozesse, v. a. wenn es um polarisierte Situationen geht.
  • Das Thema Täterschaft: Wenn die Frage nach Täterschaft auftaucht, findet eine innere Distanzierung statt. Sie äußert sich entweder in starker Mentalisierung des Themas und wenig fühlen, oder in Verwirrung und dem Gefühl, nicht so richtig auf den Punkt zu kommen.
  • Andererseits die Unzufriedenheit von „Opfern“, dass die Täter gar nicht hier sind. Die Erkenntnis war dann, dass es nicht so relevant ist, ob die Täter anwesend sind und dass wir stattdessen mit dem arbeiten können, was es mit den Menschen macht, wenn die Täter abwesend sind.
  • Die Frage: Wer bin ich, wenn sich niemand entschuldigt? Gehe ich in Dauerfrust oder kann ich mich darauf beziehen, meine Handlungsfähigkeit behalten. Es gibt die Möglichkeit, mit dem zu arbeiten, was energetisch zu der Frage da ist, einschließlich Wut und Resignation, die viel Energie binden können.
  • In unserem spezifischen Lab eines aktuell polarisierten Kollektivs ist es hilfreicher, die soziometrische Landschaft (wer steht wo z.B. in Bezug auf Maßnahmen oder Impfung usw.) früh sichtbar zu machen, weil sonst verunsichernde Nebelphänomene entstehen, die den freien Ausdruck beeinträchtigen.
  • Die Commitments der Teilnehmenden und unsere Intention als Facilitatoren sind entscheidend für den Prozess und dessen Tiefe. Es entsteht ein erstes Gefühl dafür, wie eine traumaheilende soziale Architektur in der Gesellschaft aufgebaut werden kann.

Was ich für mich erkannt habe, war wie wesentlich meine „eigene Aktie“ in diesem ganzen Corona-Reiz-Reaktions-Gebilde war (..) immer noch ist. Und ich frage mich: Ist es nur bei mir so evident? So, wie ich damals fassungslos, widerständig und gleichzeitig ohnmächtig (...) vor dem Staat stand, so stand ich mein Leben lang vor meinem Vater in der nicht enden wollenden Hoffnung, dieser könne mich irgendwann (...) in meiner ganz eigenen Wahrheit und Weisheit sehen, annehmen und respektieren.

Das Lab ist für mich ein Gamechanger in meiner Aufarbeitung. Die Gelegenheit, in Leben und Entscheidungsprozesse anderer Einblick zu bekommen, das Leid zu spüren, das auch auf Seite derer, die die Maßnahmen auszuführen hatten, hat mir geholfen, aus dem Verurteilen ein bisschen mehr herauszufinden. Aus meiner Wut herauszukommen. Bin aber nicht sicher, ob ich da noch einiges abschalte.. jedenfalls ist es mir jetzt möglich, mit Menschen zu sprechen, die in Coronazeiten "auf der anderen Seite waren.

Ich habe erkannt, wie sehr wir uns alle in Denkboxen bewegen, die so verschieden voneinander sind, dass sie auf der Ebene des Denkens keine Verständigung zulassen. Es geht um unterschiedliche Grundannahmen über die Welt, auf denen sich dann Sichtweisen und Urteile aufbauen...so fassungslos die Menschen, die die C-Maßnahmen ablehnten, gegen über den Befürwortern sind, so sind diese es umgekehrt auch.

Verstummen wegen "Ich werde nicht gehört" oder "es ist gefährlich, offen zu sagen, was ich denke" gibt es auf beiden Seiten. Damit habe ich nicht gerechnet. Mir tut es gut, die Menschen direkt zu erleben, wie sie von ihrer jeweiligen "Wahrheit" sprechen und von ihrer Fassungslosigkeit. Das verbindet. Offensichtlich ist es gelungen, einen Vertrauensraum aufzubauen, in dem das möglich ist.

Ich habe verstanden, dass die Beziehungen und die Liebe in meiner Familie sich trotz unterschiedlicher Ansichten und Handlungen (z.B. impfen) stark genug sind, um sich nicht haben spalten zu lassen! Eine Ressource für die Zukunft/ weitere Krisen. 2. Meine Familie hat die Pandemie mit ähnlichen Eigenschaften überstanden wie den 1.+ 2. Weltkrieg und den Nationalsozialismus.

Our Lab Team

  • Francois Michael Wiesmann

    Francois Michael Wiesmann

    Francois Michael Wiesmann arbeitet als Kommunikationstrainer, Moderator, Seminarleiter und Coach. Seit über 20 Jahren begleitet er kleine und große Gemeinschaftsprojekte im deutschsprachigen Raum in Bewusstseinsentwicklung, Konfliktlösung, Visionsfindung und Strukturbildung. Seit 6 Jahren Erforschung und verstärkte Ausrichtung auf traumainformierte soziale Prozesse.
  • Roman Huber

    Roman Huber

    Roman Huber war ursprünglich in der IT-Branche tätig und ist Geschäftsführender Bundesvorstand von Mehr Demokratie. Er brachte mehrere Volksbegehren auf den Weg und initiierte die größte Verfassungsbeschwerde in Deutschland. Roman Huber organisierte die ersten Bürgerräte für den Deutschen Bundestag. Er lebt mit 150 Menschen in der Zukunftswerkstatt www.schloss-tempelhof.de, einem Gemeinschaftsprojekt, das er 2010 mitgegründet und aufgebaut hat. Er hat langjährige Erfahrung in Gemeinschaftsprozessen und traumainformierter Moderation. Autor von Die zerrissene Gesellschaft – so überwinden wir gesellschaftliche Spaltung im neuen Krisenzeitalter.
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