RESILIENZ TRAINING
Traumasensible Führung für gesellschaftliche Resilienz
Ein Training in drei Phasen für Praktizierende, Führungskräfte und engagierte Menschen in Gemeinschaften
Werde Teil eines globalen Netzwerks, das sich dafür einsetzt, Resilienz, Zusammenhalt und Integration in allen gesellschaftlichen Bereichen zu fördern.
Resilienz ist die innere Fähigkeit von Individuen oder Gruppen, sich in herausfordernden Situationen zu stabilisieren, geerdet zu bleiben und handlungsfähig zu bleiben. Sie bedeutet nicht die Abwesenheit von Schmerz oder Schwierigkeiten, sondern die Fähigkeit, trotz Widrigkeiten mit sich selbst und anderen verbunden zu bleiben.
Das Resilienz-Programm ist ein praxisorientiertes Training in resilienter Führung und Resilienz-Facilitation. Es unterstützt die Teilnehmenden dabei, innere Stabilität, Beziehungsfähigkeiten und systemisches Bewusstsein zu entwickeln – Fähigkeiten, die notwendig sind, um resiliente Dialoge und Resilienz-Zirkel innerhalb von Familien, Teams, Gemeinschaften und gesellschaftlichen Strukturen zu gestalten.
Resilienzarbeit geht Hand in Hand mit sozialer Gerechtigkeit. Sie hilft Einzelpersonen und Gemeinschaften, in Zeiten von Belastung, Konflikt und Wandel Ressourcen zu bewahren und verbunden zu bleiben – und gleichzeitig zu erkennen, wann es um die Integration von Traumata geht und wann Stabilisierung und Überleben Vorrang haben.
Das Hauptprogramm wird auf Englisch angeboten, mit speziellen Modulen in Ukrainisch, Arabisch und Deutsch, um gesellschaftliche Resilienz und Willkommenskulturen zu fördern.
Program strands
Global Majority
Frontline Workers
African Strand
Jewish Strand
Ukrainian Strand
Arabic Strand
German Strand
English Overall
Training in drei Phasen
Das Resilienz-Programm ist in drei aufeinander aufbauende Phasen gegliedert. Du kannst entweder nur Phase 1 besuchen oder dich für die Phasen 2 und 3 anmelden.
Die Abschluss von Phase 1 ist Voraussetzung für die Teilnahme an Phase 2 und 3. Wer bereits einen PP-Kurs zu Trauma-Sensibler Führung abgeschlossen hat, erfüllt diese Voraussetzung.
Resilienz Leadership
Mai - Juni 2026
legt den Schwerpunkt auf traumasensible Methoden und schafft damit die beziehungsorientierten und systemischen Grundlagen für eine sichere und verantwortungsvolle Praxis.
Begleitung von Resilienzprozessen
Juli - Sep 2026
vermittelt praktische Fähigkeiten, um Gespräche und Gruppen zur Resilienz zu leiten, und befähigt Teilnehmende, achtsame Dialogräume in unterschiedlichen Kontexten zu gestalten..
Praxis Phase
Sep - Dec 2026
bietet betreute Praxis, Feedback und die Möglichkeit zur Integration in kontextspezifischen Peer-Gruppen, um die Anwendung im Alltag zu unterstützen.
Spezielle Module
Damit das Programm kulturell relevant, gut zugänglich und wirklich anwendbar ist, bieten wir es in verschiedenen Sprachen und mit Inhalten, die auf die jeweiligen Kontexte zugeschnitten sind, an:
Ukrainisch – für Gemeinschaften, die von Krieg und Vertreibung betroffen sind
Arabisch – für Fachkräfte in Ländern der arabischen Welt und in der Diaspora.
Deutsch – um systemische Integrationskompetenzen zu stärken und eine gesellschaftliche Willkommenskultur zu fördern.
Englisch – für Teilnehmende aus unterschiedlichen Regionen der Welt.
Zusätzlich zu den sprachbasierten Gruppen können Teilnehmende des englischen Moduls aus speziellen, gemeinschaftsorientierten Strängen wählen. Diese befinden sich derzeit noch im Aufbau und sollen eine tiefere Verbindung und einen gemeinsamen Kontext ermöglichen. Voraussichtlich wird es eigene Räume für Teilnehmende aus der Global Majority, afrikanische Gemeinschaften, jüdische Gemeinschaften und weitere Gruppen geben.
Jeder Strang orientiert sich am gemeinsamen Kerncurriculum, bietet aber sprachspezifische Integrations-Sessions und kulturell sensible Unterstützung. So können die Teilnehmenden die Inhalte auf eine Weise bearbeiten, die sowohl global vernetzt als auch lokal bedeutsam ist.
Phase 1
Resilienz Leadership
2 Monate
Kurs Dauer
20 Stunden
Zertifizierung
Live & Rec
Online Sitzungen
2 Stunden
Wöchentlich
Die inneren Grundlagen entwickeln, um Resilienzdialoge und -zirkel erfolgreich zu gestalten
6 Module & Integrations Sitzungen
Modul 1

12 Mai 2026, 5-7pm CET - Mit Kosha Joubert & Rola Halam
Das Fürsorge Prinzip: Grundlagen der Resilienz
Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit Fürsorge als ethischer Grundlage, sehen Trauma als Verletzung in Beziehungen und Heilung als Wiederherstellung dieser Beziehungen. Sie lernen, warum Präsenz und innere Klarheit wichtige Voraussetzungen für wirksame Führung sind und wie sie Verantwortung für traumasensible Praxis übernehmen – sowohl für sich selbst als auch im Umgang mit anderen.
Innere Stabilisierung • Trauma-Kompetenz • Beziehungsfähigkeit• Systemisches Bewusstsein
Englisch mit Simultanübersetzung; Integrationssitzungen finden in sprach- und kontextspezifischen Gruppen statt.
Phase 1 legt die inneren und systemischen Grundlagen für traumasensible Führung. Die Teilnehmenden entwickeln verkörperte Sicherheit, Wissen über das Nervensystem, Präsenz, Beziehungsfähigkeit und kulturelle Sensibilität – zentrale Fähigkeiten, um als Resilienz-Führungskraft wirksam zu sein.
Am Ende von Phase 1 fühlen sich die Teilnehmer sicher, präsent und bereit, ihre Resilienzkompetenzen in Gruppen und Gemeinschaften praktisch anwenden können.
Integrationn - Session 1 - 13 Mai, 5-7pm CET
Modul 2

19 mai 2026, 5-7pm CET - Mit Deb Dana
Sich selbst stärken: Innere Sicherheit, Regulation und Präsenz im Körper
Der Fokus liegt darauf, innere Stabilität, Bewusstsein für das Nervensystem und ein mitfühlendes Verständnis der eigenen Schutzmuster zu entwickeln. Die Teilnehmenden bauen ihr persönliches Resilienz-Toolkit auf, lernen Selbstregulation und körperliche Wahrnehmung (somatic tracking) und beginnen, sich selbst achtsam zu begleiten.
Integration - Session 2 - 27 Mai, 5-7pm CET
Modul 3

2 June 2026, 5-7pm CET - mit Kosha Joubert
Beziehungen gestalten: Sensibilität und Trauma-Kompetenz im Miteinander
Dieses Modul betrachtet aus heilungsorientierter Perspektive, wie Macht, Ungleichheit und historische Muster persönliche Beziehungen in Teams und Gemeinschaften prägen. Es zeigt, wie in Gruppen Verletzungen entstehen können, vermittelt Methoden des ehrlichen Wahrnehmens und Bezeugens und bietet Werkzeuge, um Verantwortung zu übernehmen, Inklusion zu stärken und Beziehungen zu reparieren.
Modul 4

9 June 2026, 5-7pm CET - Scherto Gill
Intergenerationale Resilienz: Heilung in Familien und Systemen
Dieses Modul beschäftigt sich mit den Spuren historischer Gewalt und zeigt, wie intergenerationale Gespräche alte Schweigemuster durchbrechen und die Widerstandskraft von Gemeinschaften stärken können. Es geht darum, die verschiedenen Dimensionen von Schaden und unverarbeiteten Traumata über Generationen zu verstehen und gleichzeitig zu üben, aufmerksam zuzuhören, einander zu erkennen und Dialoge mit Würde zu führen – zum Beispiel in Social Witnessing Formaten, durch gezielte Fragen und das Erzählen neuer Geschichten.
Integration - Session 3 - 13 juni 2026, 5-7pm CET
Modul 5

16 June 2026, 5-7pm CET - mit Pat McCabe
Sich dem Leben zuwenden: Systemisches Wahrnehmen & Regeneration
Teilnehmende lernen, systemische, generationsübergreifende und ökologische Einflüsse wahrzunehmen – die „mehr-als-individuellen“ Dimensionen, die menschliche Erfahrungen prägen. Durch systemische und erdverbundene Praktiken erkunden sie Prinzipien der Regeneration und vertiefen ihr Gespür für Beziehungsverbundenheit.
Modul 6

22 Juni 2026, 7-9pm CET - mit Thomas Hübl
Der Menschheit begegnen: Kollektives Trauma & Strukturen der Heilung
In diesem Modul geht es darum, den Umgang mit kollektiven Traumata zu verstehen, Muster über Generationen hinweg zu erkennen und Wege zu finden, wie Heilung in Gruppen möglich wird. So werden die Teilnehmenden auf Phase 2 vorbereitet, in der sie das Gelernte praktisch anwenden und Gruppenprozesse begleiten.
Integration Sitzungen
Die Sitzungen in den jeweiligen Sprachgruppen bieten Unterstützung für:
- Modulthemen in kleinen Gruppen vertiefen
- Peer-to-Peer-Lernen stärken
- Verkörpertes Erleben intensivieren
- Werkzeuge im eigenen Kontext anwenden
Ermöglicht den Teilnehmenden, das Wissen aus Phase 1 zu verinnerlichen und auf ihren eigenen Kontext anzuwenden, bevor sie in Phase 2 einsteigen.
Grundprinzipien
Menschen sind tief miteinander verbunden. Unsere Nervensysteme, Beziehungen und die Gemeinschaftsfelder, in denen wir wirken, beeinflussen sich ständig gegenseitig. Bleibt Trauma unverarbeitet, kann es Menschen, Gemeinschaften und Institutionen so prägen, dass Fragmentierung und Konflikte entstehen.
Resilienz und die Integration von Traumata sind deshalb nicht nur persönliche Prozesse, sondern zentrale Fähigkeiten für gesunde Gesellschaften. Indem wir unsere Fähigkeit stärken, uns zu regulieren, verbunden zu bleiben und bewusst mit schwierigen Erfahrungen umzugehen, tragen wir dazu bei, Kohärenz – in uns selbst und in den Systemen, denen wir angehören – wiederherzustellen.

Hintergrund: Resilienz und Trauma verstehen
Resilienz und Trauma sind eng miteinander verbundene menschliche Reaktionen auf Herausforderungen.
Resilienz beschreibt die Fähigkeit von Einzelpersonen und Gemeinschaften, das Nervensystem zu regulieren, geerdet zu bleiben und auch in schwierigen Situationen Verbindung und Handlungsfähigkeit zu bewahren. Sie ermöglicht es Menschen und Gruppen, auf Stress und Unsicherheit zu reagieren, ohne von ihnen überwältigt zu werden.
Trauma ist die innere Reaktion eines Menschen oder einer Gemeinschaft auf überwältigende Erfahrungen. Wenn Ereignisse unsere Verarbeitungskapazität übersteigen, kann ihr Einfluss im Nervensystem gespeichert bleiben. Wird Trauma nicht integriert, kann es Verhalten, Wahrnehmung und Beziehungen noch lange nach dem Ereignis prägen – sowohl auf individueller als auch auf kultureller Ebene.
Ein zentraler Aspekt traumasensibler Führung ist es, den weiteren Kontext zu erkennen, in dem wir leben.
Manchmal erleben Gesellschaften Phasen von akutem Trauma – Momente extremer Krisen wie Krieg, Vertreibung oder Katastrophen. In solchen Zeiten liegt der Schwerpunkt auf Resilienz: das Nervensystem stabilisieren, soziale Verbindungen stärken und Menschen dabei unterstützen, die Gegenwart zu bewältigen.
In Zeiten relativer Stabilität können Gemeinschaften stärker an der Integration von Trauma arbeiten. Es entstehen Räume, in denen schmerzhafte Erfahrungen verarbeitet, Beziehungen repariert und Trauma in Lernprozesse und gemeinsames Wachstum transformiert werden kann.
Gesunde Gesellschaften brauchen beide Fähigkeiten: die Widerstandskraft in Krisen und die Fähigkeit, Trauma zu integrieren, sobald die Rahmenbedingungen es erlauben.
Warum dieses Training wichtig ist
In vielen Regionen der Welt leben Menschen mitten in anhaltenden Krisen, Konflikten und kollektivem Stress. In solchen Situationen ist Resilienz kein abstraktes Konzept, sondern eine gelebte, praktische Notwendigkeit.
Mit Initiativen wie dem Ukraine Trauma Relief Project hat das Pocket Project Tausende von Menschen durch psychosoziale Unterstützung, Resilienztrainings und traumasensible Leadership-Entwicklung begleitet. Die Erfahrungen zeigen: Wenn Menschen lernen, sich selbst zu regulieren, Beziehungsbewusstsein zu entwickeln und traumasensible Methoden anzuwenden, können sie in ihren Gemeinschaften zu stabilisierenden Ankerpunkten werden – zu Resilienz-Facilitator:innen.
Das Resilienz-Programm baut auf diesen Erfahrungen auf und unterstützt Führungskräfte, Facilitator:innen und Mitglieder von Gemeinschaften dabei, die Fähigkeiten zu entwickeln, die nötig sind, um Räume zu gestalten, in denen Verbindung wiederhergestellt, kollektive Resilienz gestärkt und Krisen mit mehr Bodenhaftung und Würde begegnet werden kann.

Registration
Mittlere und hohe Einkommen
Wenn du diesen Preis wählst, hilfst du uns, Stipendien für Teilnehmende aus dem Globalen Süden und Krisenregionen zu ermöglichen – und trägst so zu einem inklusiveren und mitfühlenderen Umfeld bei.
€245
Niedrigeres Einkommen
Dieser ermäßigte Preis richtet sich an Personen mit niedrigerem Einkommen – so machen wir das Training zugänglicher und würdigen zugleich dein Engagement für diese Arbeit.
€175
Stipendien
Wir bieten Stipendien für das Resilience Program Training für Teilnehmende aus Krisengebieten, Teilnehmer aus der Global Majority und indigene Führungskräfte an.
the Facilitators of Phase 1

Kosha joubert
Summit Host | CEO of the Pocket Project | Trainer | Consultant

Kosha joubert
Summit Host | CEO of the Pocket Project | Trainer | Consultant

Kosha joubert
Summit Host | CEO of the Pocket Project | Trainer | Consultant

Kosha joubert
Summit Host | CEO of the Pocket Project | Trainer | Consultant

Kosha joubert
Summit Host | CEO of the Pocket Project | Trainer | Consultant

Kosha joubert
Summit Host | CEO of the Pocket Project | Trainer | Consultant

Kosha joubert
Summit Host | CEO of the Pocket Project | Trainer | Consultant

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Summit Host | CEO of the Pocket Project | Trainer | Consultant

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Summit Host | CEO of the Pocket Project | Trainer | Consultant

Kosha joubert
Summit Host | CEO of the Pocket Project | Trainer | Consultant

Kosha joubert
Summit Host | CEO of the Pocket Project | Trainer | Consultant

Kosha joubert
Summit Host | CEO of the Pocket Project | Trainer | Consultant
Für wen ist dieses Training?
- Facilitator:innen, Therapeut:innen, Coaches, Lehrende
- Führungskräfte in Gemeinschaften, Mitarbeitende von NGOs, Sozialarbeiter:innen
- Ehrenamtliche in Trauma-Hilfeprojekten
- Friedensstifter:innen, Mediator:innen und zivilgesellschaftliche Akteur:innen
- Alle, die resiliente Gespräche in ihrem persönlichen oder beruflichen Umfeld gestalten möchten
Du brauchst keine Vorkenntnisse – wichtig ist nur, dass du aufmerksam und engagiert dabei bist.
Was du aus dem Programm mitnimmst
Teilnehmende lernen:
Traumasensible Prinzipien anwenden, um sichere Beziehungsräume zu schaffen
Resilienz Gespräche und Gruppen in Familie, Team und Gesellschaft leiten
Selbstregulation und gemeinsame Regulation in Gruppen und Gemeinschaften unterstützen
Beziehungen stärken und und soziale Kohärenz wiederherstellen
Systemische, kollektive und generationenübergreifende Einflüsse in Gruppen wahrnehmen
Resilienz-Kreise mit Vertrauen, Klarheit und ethischer Verantwortung gestalten
Durch Konflikte, Spaltungen und Polarisierung mit Präsenz und Beziehungsintelligenz navigieren
